Mal sind es traurige, mal krasse und mal lustige Geschichten, über die die Anrufer bei der Telefonseelsorge sprechen wollen. Wichtig ist aber, dass 365 Tage im Jahr auch jemand rangeht und zuhört. Darum werden jetzt neue, engagierte Mitarbeitende gesucht, die ab September in Dortmund ausgebildet werden.
Die Telefonseelsorge Dortmund bietet Ratsuchenden ein geschütztes, anonymes Umfeld und ein offenes Ohr – unabhängig von Herkunft, Lebenslage oder religiöser Bindung. „Unsere Ehrenamtlichen leisten einen entscheidenden Beitrag zu diesem wichtigen Angebot. Wer sich in einer sinnstiftenden und verantwortungsvollen Aufgabe engagieren möchte, ist bei uns genau richtig“, betont Regina Reiffenberg, Leiterin der Einrichtung.
Die neue Ausbildungsgruppe startet im September 2026. Um mitzumachen, sollte man eine gute Selbstwahrnehmung und Einfühlungsvermögen besitzen. Aber man sollte auch psychisch belastbar sein, sagt Kay Bohlen, der seit mittlerweile elf Jahren bei der Telefonseelsorge in Dortmund arbeitet. “Wenn man mal an einem Gespräch zu knabbern hat, kann man sich gut mit Kolleginnen und Kollegen austauschen. Und es gibt eine Supervision.“
Die Ausbildung umfasst 150 Stunden über den Zeitraum eines Jahres. Eine spezielle berufliche Vorbildung sei nicht notwendig – entscheidend sei die Bereitschaft, sich auf die Lebenssituationen anderer Menschen einzulassen und verantwortungsvoll zu begleiten.
Der WDR hat uns hierzu besucht, interviewt und gefilmt. Hier ist der Beitrag auf der WDR Internetseite, und hier der Beitrag ab Minute 6:03 in der Lokalzeit Dortmund.
Bildquelle: Wagner/WDR